Auf jeder Parfumpackung steht eine Liste mit Inhaltsstoffen, oft mit komplizierten Namen. Dahinter steckt aber nichts Geheimnisvolles. Hier erklären wir, was drin ist und worauf du bei empfindlicher Haut achten kannst.
Die genaue Zusammensetzung ist bei jedem Duft anders und kann sich auch ändern. Was in deinem Duft steckt, steht immer auf der Packung.
Woraus besteht ein Parfum?
Ein Parfum besteht im Kern aus drei Teilen:
Alkohol, auf der Liste meist „Alcohol Denat.“ oder „Alcohol“. Er verteilt den Duft und verdunstet schnell. Meistens ist er der grösste Bestandteil.
Wasser, auf der Liste „Aqua“.
Duftöl, auf der Liste „Parfum“ oder „Fragrance“. Das ist die eigentliche Duftmischung aus vielen einzelnen Riechstoffen.
Warum steht nur „Parfum“ auf der Liste?
Die genaue Formel ist ein Betriebsgeheimnis. Deshalb dürfen die vielen Riechstoffe zusammen als „Parfum“ angegeben werden.
Auf Auressa beschreiben wir Düfte deshalb mit Duftnoten wie Bergamotte, Vanille oder Sandelholz. Sie sagen dir mehr darüber, wie ein Duft riecht, als eine Liste mit chemischen Namen.
Allergene wie Limonene und Linalool
Manche Duftstoffe können bei empfindlichen Menschen Hautreaktionen auslösen. Darum müssen sie ab einer bestimmten Menge einzeln auf der Packung stehen. In der Schweiz gelten dafür weitgehend dieselben Regeln wie in der EU.
Lange waren es 26 solche Stoffe. Mit der EU-Verordnung 2023/1545 wurde die Liste auf über 80 Stoffe erweitert. Es gibt Übergangsfristen, deshalb siehst du in den nächsten Jahren alte und neue Packungen nebeneinander.
Häufig sind zum Beispiel Limonene (in Zitrusschalen), Linalool (unter anderem in Lavendel), Citronellol und Geraniol (rosig), Eugenol (in Nelken), Coumarin (in Tonkabohnen, riecht nach Heu) und Citral (zitronig).
Diese Stoffe sind nicht schlecht. Sie kommen in vielen Pflanzen und ätherischen Ölen vor. Sie stehen nur auf der Liste, damit Allergikerinnen und Allergiker sie erkennen.
Tipps bei empfindlicher Haut
Sprüh den Duft auf die Kleidung statt auf gereizte Haut. Bei heller Kleidung und Seide vorher an einer versteckten Stelle testen.
Teste einen neuen Duft zuerst an einer kleinen Stelle, zum Beispiel in der Armbeuge, und warte einen Tag.
Weisst du, worauf du allergisch bist, such diesen Stoff gezielt in der Liste auf der Packung.
Bei starken oder anhaltenden Reaktionen lass dich von einer Hautärztin oder einem Hautarzt beraten.
EdT, EdP oder Parfum?
Der Unterschied liegt darin, wie viel Duftöl drin ist.
Eau de Toilette (EdT) ist leichter und hält meist kürzer. Gut für den Sommer und tagsüber.
Eau de Parfum (EdP) hat mehr Duftöl, wirkt intensiver und hält meist länger. Das ist heute die häufigste Variante.
Parfum oder Extrait ist am stärksten konzentriert. Davon brauchst du nur wenig.
Wenn du wissen willst, welche Duftrichtung zu dir passt, mach unser Duft-Quiz.
Häufige Fragen
Woraus besteht ein Parfum?
Meistens aus Alkohol, etwas Wasser und dem Duftöl. Das Duftöl ist die eigentliche Duftmischung aus vielen Riechstoffen.
Warum steht nur „Parfum“ auf der Inhaltsliste?
Die genaue Formel ist ein Betriebsgeheimnis. Deshalb dürfen die Riechstoffe zusammen als „Parfum“ oder „Fragrance“ angegeben werden.
Was sind deklarationspflichtige Duftallergene?
Duftstoffe wie Limonene oder Linalool, die ab einer bestimmten Menge einzeln auf der Packung stehen müssen. Lange waren es 26, mit der EU-Verordnung 2023/1545 werden es über 80, mit Übergangsfristen.
Kann ich auf ein Parfum allergisch reagieren?
Ja, empfindliche Haut kann auf bestimmte Duftstoffe reagieren. Teste neue Düfte zuerst in der Armbeuge und warte einen Tag. Bei starken Reaktionen geh zur Hautärztin oder zum Hautarzt.
Was bedeutet „Alcohol Denat.“?
Das ist vergällter Alkohol, also Alkohol, der ungeniessbar gemacht wurde. Er verteilt den Duft und verdunstet schnell.
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